Julika Blog

Julika ist umgezogen. Wieder mal!

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Viele die mir schon ein wenig länger folgen, haben sich bestimmt gewundert, warum wir nun schon wieder umziehen. Der letzte Umzug war doch gerade ein Jahr her! Die, die mir schon ganz lange folgen, wissen eventuell noch dazu, dass wir bis 2013  einige Jahre in Buchloe gelebt haben. Seitdem sind wir ganze 4x umgezogen…

Umgezogen bin ich, bzw. sind wir, oft in den letzten Jahren. Wie eben schon erwähnt, eigentlich zu oft.
Das liegt daran, dass mein lieber Mann bei der Bundeswehr ist und strukturelle Veränderungen in der Bundeswehr zur Schließung seines Fliegerhorstes im Lechfeld geführt haben. Und auch daran, dass wir – nachdem wir aus Buchloe weg versetzt wurden – über Umwege immer versucht haben, hier wieder her zu kommen. So sehr war uns dieses Fleckchen im Allgäu ans Herz gewachsen und zur Heimat geworden. Kein Wunder… unsere zwei großen Jungs sind hier geboren und mit Nr. 3 war ich zum Zeitpunkt der Versetzung schwanger. Außerdem sind hier sehr gute Freundschaften sind entstanden… das verbindet.

 

Neuanfänge sind wertvoll, aber nicht einfach…
Der Fliegerhorst im Lechfeld wurde also geschlossen und wir somit nach Schleswig-Holstein verpflanzt. Wir fanden ein schönes Zuhause in der Nähe von Rendsburg. Die Nähe zum Meer war wunderbar, der Nord-Ostseekanal mit den großen Tankern und Containerschiffen für die Kinder total spannend und die Familie, die in Niedersachsen lebt, rückte dadurch auch ein wenig näher und wir konnten uns öfter sehen.

Aber das Allgäu ging uns nicht aus dem Kopf….bzw aus dem Herzen.

Beruflich steckte mein Mann erstmal in Schleswig-Holstein fest. Bis eine Möglichkeit, die wir bis dahin eher abgelehnt hatten, wieder in den Vordergrund rückte: eine Versetzung in die USA. Nach der Zeit dort werden die Standortwürfel nämlich neu gemischt und mit etwas Glück ist nach der langen Zeit eine Stelle am Wunschort frei.
Bravo! Das Herz macht bei solchen Aussichten doch einen Sprung. Wir bewarben uns also für einen mindestens dreijährigen Aufenthalt in Alamogordo, New Mexiko, USA. Dort ist die Holloman Air Force Base, auf der deutsche Tornado Piloten ausgebildet wurden. Dazu wird natürlich auch das passende Bodenpersonal gebraucht und eine Stelle, die zum Jobprofil meines Mannes passte, war gerade zu vergeben. So hatten wir, mit ein paar Stolpersteinen die uns in den Weg gelegt wurden, am Ende das große Glück, nach 2 Jahren in Schleswig-Holstein dorthin ziehen zu dürfen. Mit Sack und Pack und 2 Autos im Gepäck…

 

Eine aufregende Zeit begann…
Ein fremdes Land, eine bekannte aber doch so fremde Sprache, Hitze, Staub, Wind, Staubteufel, rollende vertrocknete Büsche (wie in den Westernfilmen), einer Monsunzeit mit heftigen Gewittern, einer Luftfeuchtigkeit von teilweise 0% und, weil das alles ja nicht genug ist, giftigem Getier. Eine amerikanische Kleinstadt mitten in der Wüste. Es ist einfach anders dort. Und doch wunderschön!
Im Rücken lehnt sich die Stadt gegen einen gewaltigen Gebirgszug, den Sacramento Mountains, wo man im Winter sogar Ski fahren kann; und nach vorne hat man eine unglaubliche Aussicht über eine Ebene in die Ferne, die erst nach ca. 60km vom nächsten Gebirgszug im Westen begrenzt wurde. Hier habe ich die schönsten Sonnenuntergänge erlebt, mit Farben und Wolkenformationen die sich minütlich ändern. Traumhaft!

 

Insgesamt sind die Bewohner der Stadt alle sehr nette Leute, die sich über die Anwesenheit der Deutschen sehr gefreut haben. Das hat man immer wieder gespürt. Dazu gibt es dort, in der Eintönigkeit der Wüste, eine tolle, abwechslungsreiche Landschaft, auch wenn man es auf den ersten Blick nicht vermutet. White Sands, die bewaldeten Berge, kleine Westernstädtchen, Höhlen, wunderschöne Täler mit Bächen… wir durften viele unglaubliche Erfahrungen machen und Erinnerungen sammeln, von denen wir heute noch zehren. Und die giftigen Tierchen sind am Ende doch nicht präsent gewesen, wie zuvor befürchtet. Es war es ein schönes Leben, das wir gerne auch noch länger als die drei Jahre genossen hätten. Sogar das Allgäu hätte dafür auf uns warten müssen. Aber… der Standort sollte geschlossen werden – wiedermal – und es war keine Verlängerung der Zeit dort möglich.

 

Zurück nach Deutschland
Uns wurden also mögliche Standorte in Deutschland vorgeschlagen, zu denen wir nach der Zeit ziehen sollten: Schleswig-Holstein oder Köln. Leider war es nicht möglich auch nur ansatzweise in Richtung Allgäu zu kommen. Da Schleswig-Holstein ein Rückschritt gewesen wäre, zogen wir ins Oberbergische Land bei Köln.

 

Lindlar genauer gesagt. Dort ist es wirklich schön, keine Frage! Wir haben in der Zeit auch viel tolle Menschen kennengelernt. Aber das Bergische Land ist eng… es gibt viele hohe Berge, dicht an dicht. Und das Leben spielt sich größenteils in den Tälern ab. Ich habe morgens die Vorhänge geöffnet und direkt gegen einen grünen Hang schaut… Puh… Das muss man mögen und ertragen können. Für mich wurde es von Monat zu Monat schwieriger. Denn ich, aufgewachsen bei Bremen und später im Weserbergland und nach den Jahren im großen, weiten Amerika, bin nur die Fernsicht gewohnt.

Auf nach Bayern!
Glücklicherweise kam, nach nicht mal einem Jahr, mit einem neuen Jobangebot die Chance, zurück nach Buchloe kommen zu können. Versetzungen sind bei der Bundeswehr zwar üblich, aber nicht in dieser engen Frequenz. Das ist schon hart und stressig, Vor allem für die Kinder, die, besonders diesen letzten Umzug hierher, zurück nach Buchloe, erstaunlich gut weggesteckt haben. Mit viel Freude auf die neuen Schulen und die Freunde, die wir hier schon kennen. Und das, obwohl wir den Umzug innerhalb von einem Monat geplant und ausgeführt haben… verrückt! Leider musste das sein, da wir den Kindern einen erneuten Schulwechsel mitten im Schuljahr ersparen wollten. Daher wohnen wir hier noch nicht einmal im endgültigen Zuhause. Im Moment sind wir in einer viel zu kleinen Übergangswohnung, bis wir das richtige Heim gefunden haben. Der Wohnungsmarkt ist ausgeschöpft und es ist nicht einfach, etwas Passendes zu finden. Aber auch das werden wir schaffen!

Das Herz ist immerhin schon wieder da wo es hingehört…

…achso… und die Fotografie war natürlich immer mit dabei. 😉 Darüber mehr in einem anderen Beitrag…

Liebe Grüße, Eure Steffi

...yes, I like it!

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